| Pia: |
Bevor ich hier anfange möchte ich Ihnen erst einmal sagen, dass ich von dem Film begeistert bin. Was war das für ein Gefühl, als sie ihren eigenen Film zum ersten mal fertig gesehen haben?
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| Marco: |
Danke für das Kompliment. Nun, ich habe mehrere Versionen gesehen. Als fast alle Szenen fertig waren hab ich schon mal alle Szenen einfach aneinandergereiht, ohne Ton, nur damit ich mal einen Eindruck habe, wie das ganze im Zusammenhang wirkt. Bevor ich es dann angeschaut habe war mir wirklich etwas bange, denn wenn es mir nicht gefallen hätte, dann wären viele hundert Tage Arbeit zum Fenster rausgeworfen. Doch es gefiel mir ausgezeichnet, selbst ohne Ton. Das hat dann meinen Arbeitseifer für die letzten Szenen nocheinmal angehoben.
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| Pia: |
Sie sagten mehrere hundert Tage? Ist es deswegen ihr aufwändigstes Projekt bisher, weil es die meiste Zeit in Anspruch genommen hat?
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| Marco: |
Auch, jedoch nicht in erster Linie. Für diesen Film musste ich mich in ein neues Programm einarbeiten, viele neue Sachen in 3D bewerkstelligen, wie zum Beispiel Charakteranimation, dann die Gesichtstexturen, die immer eine ziemliche Arbeit waren, dann die Synchronisation, die ich dieses mal zur Perfektion treiben wollte, die Geräusche, die ich ebenfalls besser machen wollte als in den vorigen Filmen ... Das kommt alles zusammen.
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| Pia: |
631 Tage sind eine lange Zeit in der man sicher auch seine Pausen haben will. Wie haben Sie sich von der Arbeit entspannt?
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| Marco: |
Nun ja, in letzter Zeit waren nicht viele Pausen drin, da der Zeitplan wirklich erdrückend war. Aber meist mit Musikhören. Auch esse ich gerne in meinen Pausen(lacht).
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| Pia: |
An welche Momente aus der Produktion erinnern Sie sich besonders gerne zurück und an welche lieber nicht so gerne?
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| Marco: |
Besonders gerne sicherlich an die Premiere des Filmes in meiner Schule. Das war ein tolles Gefühl, da ich hier richtig realisiert habe, dass ich mit dem Film nun fertig bin und das sich die Arbeit gelohnt hat. Nicht so gerne hmm ... das dürfte dann wohl die Stellen sein, an denen mich meine Hardware auf die Palme gebracht hat: Als meine Festplatte mal wieder gesponnen hat und ein paar Dateien verloren gingen, als mein Bildschirm einfach so seinen Geist aufgegeben hat und als mein Mikrofon, genau nach Beginn der Vertonung kaputt gegangen ist.
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| Pia: |
Was tun Sie in solchen Momenten?
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| Marco: |
Nun, viel tun kann man nicht. Ich hatte keine Wahl als mir Ersatz zu kaufen.
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| Pia: |
Wie schildern Sie die Zusammenarbeit mit Michael Donner?
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| Marco: |
Es hätte nicht besser laufen Können. Er ist supernett und konnte mich jedes mal mit seinen Kompositionen überraschen.
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| Pia: |
Wie sind Sie auf ihn gekommen?
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| Marco: |
Ich wollte von Anfang an eine eigene Musik für diesen Film haben. Also habe ich mir verschiedene Komponisten angeschaut. Michael Donner hat mir jedoch durch seine spezielle Komponisationsart am besten gefallen. Auch komponiert er mehr im neueren Stiel, was besser passte, als wenn ein Streichertrio eine altertümliche Musik einspielt.
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| Pia: |
Sagte er sofort zu? |
| Marco: |
Nein. Als ich ihn zum ersten mal anschrieb hatte er gerade zu viel zu tun. Man muss fast "glücklicherweise" sagen, hat die Produktion länger als erwartet gedauert, wodurch er schließlich doch Zeit hatte und beim 2ten Versuch sofort zugesagt hat.
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| Pia: |
Sie sagten ja, dass Sie die Synchronisation gegenüber der vorigen Filme verbessern wollten. Was war dann anders im Studio?
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| Marco: |
Die Sitten waren rauer (lacht). Ich habe die Sprecher vorher üben lassen, hab ihnen genau gesagt was ich von ihnen wollte und wenn es nötig war mussten sie ihren Text 100 mal sprechen, bis ich zufriedengestellt war, was wirklich lange dauern kann (lacht).
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| Pia: |
Was können Sie uns über die DVD erzählen, die es zu kaufen gibt?
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| Marco: |
Nun ja, zum ersten ist die Qualität um Welten besser als die Versionen im Internet. Desweiteren gibt es einige interessante Extras, wie das Making of, ein Gagreel in dem ein paar Outtakes zu sehen sind und vieles mehr.
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| Pia: |
Was können Sie uns zu Teil 2 erzählen?
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| Marco: |
Hm, noch nicht viel. Er knüpft an Teil 1 an und führt die Geschichte weiter. Die Geschichte ist ein wenig komplizierter als die des ersten, jedoch gefällt sie mir ebenfalls wieder sehr gut.
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| Pia: |
Was wird sich an der Machart dieses mal verändern?
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| Marco: |
Die Animation erneut. Ich überarbeite die Legomännchen und animiere sie auf eine andere Art.
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| Pia: |
Wann werden wir diesen Film bestaunen können?
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| Marco: |
Dieses Jahr nicht mehr und wie es aussieht wohl auch nicht nächstes Jahr. Ich denke dass die Produktion 2009 anlaufen wird.
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| Pia: |
Was werden sie in der Zwischenzeit tun?
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| Marco: |
Erst mal gönn ich mir ein halbes Jahr "Urlaub" und dann werde ich mich wieder an einen Stop Motion Film setzen. Dies wird jedoch ebenfalls ein Teil 2 sein.
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| Pia: |
Dankeschön!
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